(c) MIVA Austria
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Die „FahrradAktion“ von MIVA Austria ermöglicht den Kauf von Dreirädern in der Demokratischen Republik Kongo.

 

Projektbeschreibung:

Die MIVA widmet sich seit Jahren um die Inklusion gehbehinderter Menschen in Afrika. Normalerweise sind Menschen mit Behinderung im tiefsten Afrika völlig isoliert und können die eigenen vier Wände kaum verlassen. Der Scham der Familie auf der einen Seite und die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten auf der anderen, lassen die meisten beeinträchtigten Menschen in ihrer Not allein.

Aktuell versucht die MIVA ein ambitioniertes Sozialprojekt in der Demokratischen Republik Kongo umzusetzen. Gehbehinderte Menschen, die an den schwerwiegenden Folgen der Kinderlähmung leiden, sollen durch handbetriebene Dreiräder Unterstützung in ihrem beschwerlichen Alltag bekommen. Der Bischof der Diözese Lola und Initiator dieses Projekts, Jean-Bertin Nadonye Ndongo, bittet um insgesamt 65 Dreiräder zum Preis von etwa 25.000 Euro. Mit diesen speziellen Fahrzeugen - welche lokal aus jeweils drei Fahrrädern zu zwei Dreirädern gefertigt werden und gratis an Betroffene vergeben werden sollen - haben diese Menschen die Möglichkeit, wenigstens ein wenig am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und können sogar einer einfachen Tätigkeit nachgehen. Ein Mindestmaß an Mobilität kann somit den Menschen gesichert werden.

Warum gerade dieses Projekt?

Die Stadt Bumba ist auch der Sitz der Diözese Lola und liegt im Norden der Demokratischen Republik Kongo. Das Gebiet ist schwer zu erreichen, denn die Straßen sind schlecht und viele Brücken nicht mehr befahrbar. Für den lokalen Verkehr hat sich das Fahrrad als sehr nützlich erwiesen. Jedoch leben in diesem Gebiet viele Menschen, die an den Folgen einer Infektion mit dem Polio-Virus leiden und nicht gehen können. Fahrräder kommen für sie nicht in Frage, wohl aber stabile, von Hand angetriebene Dreiräder.

Bischof Ndongo und sein Team stehen vor einer zweifachen Aufgabe. Sie holen Betroffene mit der Dreirad- Aktion aus der Isolation. Viele von ihnen können im Alltag nur auf dem Hosenboden rutschen oder sich auf allen Vieren fortbewegen, indem sie die kraftlosen Beine nachziehen. Die einfachen Fahrzeuge verleihen ihnen ganz neue Möglichkeiten. Gleichzeitig aber bemüht sich die Kirche, durch gezielte Aufklärung die Angst vor einer Polio-Impfung einzudämmen, damit die Impfrate zu erhöhen und somit auch die Folgen dieser einfach vermeidbaren Erkrankung.

Mobilität ist teilbar – Mobilität inkludiert.

 

Kategorie: INTERNATIONAL

 

Eingereicht von: MIVA Austria (Verena Bammer). September, 2020. miva.at/fahrradaktion2020/