"Die Welt ist offen für alle" - so lautet der Name des Projekts in Gomel (Belarus) der Caritas. Jugendliche und junge Erwachsene mit mehrfachen Behinderungen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen bei ihren Eltern leben, treffen sich zweimal monatlich samstags in den Räumen des bereits bestehenden Kinderdorfs für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.

 

Eine Heilpädagogin der Caritas zeigt vor allem auch den Müttern / Angehörigen, wie die Jugendlichen besser gefördert werden können. Mit kreativen Arbeiten können die Jugendlichen ihre Gefühle und Wünsche ausdrücken,und sie erhalten dafür Lob und Anerkennung. Im Rahmen des Projekts werden Selbständigkeitstrainings durchgeführt. Ebenso steht eine Psychologin für Beratung und Gespräche zur Verfügung.

 

Schon in den ersten Monaten zeigten sich die Erfolge - die Jugendlichen blühten regelrecht auf, in den Familien gibt es weniger Konflikte und Aggression. Damit das Angebot möglichst viele Jugendliche erreicht, gibt es zwei Gruppen, die sich alternierend treffen. Insgesamt sind es 40 Jugendliche und junge Erwachsene. Da weder die Wohnungen noch die öffentlichen Verkehrsmittel barrierefrei sind, organisiert die Caritas mit der Unterstützung von Freiwilligen den Transport.

 

Bei Bedarf stehen die Expert/innen der Caritas auch für telefonische Beratung zur Verfügung. Sie besuchen die Familien zu Hause, um besonders bedürftige Familien bei der Adaptierung des Wohnraums und beim Selbständigkeitstraining zu unterstützen. Ein Großteil der Familien lebt unter der Armutsgrenze - hier hilft die Caritas auch materiell. In der lokalen Bevölkerung und bei den politisch Verantwortlichen soll durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschaffen werden.

 

Kategorie: INTERNATIONAL

Eingereicht von: Caritas Auslandshilfe (Linz), September 2018. www.caritas-linz.at/hilfe-angebote/auslandshilfe/unsere-schwerpunktlaender/weissrussland