(c) Jugendbeirat Tiroler Monitoringausschuss
(c) Jugendbeirat Tiroler Monitoringausschuss

Der Jugendbeirat für den Tiroler Monitoringausschuss gestaltete 3 Plakate zur Bewusstseinsbildung.

 

Ausgangslage

Der Jugendbeirat für den Tiroler Monitoringausschuss diskutiert in regelmäßigen Treffen aus der Perspektive von jungen Frauen und Männern mit Behinderungen die Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention in Tirol und ganz Österreich. Ein Thema, das dabei immer wieder auftaucht, ist die unzureichende Barrierefreiheit für Kinder und erwachsene Menschen mit Behinderungen im Alltag. Seien es bauliche Barrieren für RollstuhlfahrerInnen und fehlende Informationen in einfacher Sprache oder fehlende Geduld, wenn ein Jugendlicher oder eine Jugendliche mit Behinderungen langsam spricht. Ein großes Problem stellen für die jungen AktivistInnen Belästigungen und Ausgrenzungen dar: Sie empfinden es als sehr unangenehm, wegen ihrer Behinderung angestarrt oder ausgegrenzt zu werden und sind sich einig: Es muss sich etwas ändern!

Projektbeschreibung:

Im Jahr 2019 entstand die Idee, Plakate zu gestalten, um öffentlich umfassend auf das Thema Barrierefreiheit aufmerksam zu machen. Nachdem die Gruppe existierende Plakate und andere Materialien kritisch diskutiert und sich für die Gestaltung von Plakaten entschieden hatte, sammelten die Jugendlichen in einem ersten Schritt offen und kreativ Ideen, die sie einander gegenseitig vorstellten:

In einer Abstimmung einigte sich die Gruppe von circa 20 Jugendlichen auf folgende drei Themen:

  • Barrierefrei dabei sein
  • Lieber gemeinsam als einsam
  • Kinder sollen mit Respekt behandelt werden!

Mit Unterstützung der Abt. Öffentlichkeitsarbeit des Landes Tirol und einer Grafikerin wurden Entwürfe für die Plakate gestaltet. Dabei stellte sich heraus, dass es sehr schwierig ist, für die Themen, die den Jugendlichen mit Behinderungen wichtig sind, entsprechende Fotos zu finden.

Die ersten Entwürfe wurden von den jungen Frauen und Männern sehr ausführlich besprochen. Vor allem die Bilder stießen auf viel Kritik: Sie passen nicht zum Jugendbeirat. Nach Rücksprache mit dem Tiroler Monitoringausschuss war klar, dass mit einem professionellen Fotografen eigene Fotos produziert werden konnten. Jugendliche aus dem Jugendbeirat, die sich freiwillig dazu bereit erklärt hatten, trafen sich mit dem Fotografen zum Fotoshooting. So konnten mit den für die Plakate angefertigten Fotos die Entwürfe überarbeitet und mit passenden Texten versehen werden.

Die Plakate wurden im September 2020 gedruckt und dann mit der Unterstützung von vielen Stellen und Menschen u.a. an diese Stellen verschickt und aufgehängt: Alle Sek I und Sek II Schulen in Tirol, alle Jugendzentren in Tirol, Beratungsstellen der Bezirkshauptmannschaften und alle öffentlichen Orte, wo Menschen immer wieder vorbeikommen. Auch die die Mitglieder im Jugendbeirat werden Plakate an geeigneten Stellen, z.B. in Geschäften, aufhängen. Sie hoffen, dass die Plakate etwas verändern werden!

 

Kategorie: NATIONAL

 

Eingereicht von: Jugendbeirat Tiroler Monitoringausschuss (Gabriel Hämmerle). September, 2020. https://www.tirol.gv.at/gesellschaft-soziales/gleichbehandlung-antidiskriminierung/tiroler-monitoring-ausschuss/