Die Sustainable Development Goals - kurz "SDGs" - bilden die Nachfolge der Millennium Development Goals der Vereinten Nationen. Diese waren nur bis 2015 gültig - die SDGs gelten bis 2030.

Die Besonderheit der SDGs ist, dass sie nicht nur soziale, sondern auch ökologische und wirtschaftliche Ziele umfassen und dadurch ein weit größeres Spektrum abdecken. Dazu sind sie für die gesamte Welt gültig, und nicht wie bisher "nur" für den globalen Süden.

Auch für Personen mit Behinderungen bringen die neuen Weltziele Fortschritte. In 8 von 17 Zielen werden sie insgesamt 11 Mal explizit erwähnt und berücksichtigt, besonders im Hinblick auf Inklusion und Gerechtigkeit.

 

 

 

Zuversichtlich stimmt natürlich die Unterstützungsbekenntnis der Mitgliedsstaaten und der Widerhall von Presse und diversen Organisationen. Allerdings bleibt die Tatsache der mangelnden Konsequenzen bei Nichteinhaltung, Nichterfüllung bzw Nichtförderung problematisch. 

Was passiert, wenn sich Staaten einzelne Ziele aussuchen, anstatt im Hinblick auf alle weitreichende Veränderungen zu fördern?

Es ist mehr denn je nötig und möglich (!), gemeinsam an einem Strang zu ziehen, auch und besonders für die Inklusion von Personen mit Behinderungen einzustehen, Projekte zu gestalten und auch als Zivilbevölkerung und mit NGOs proaktiv zu agieren - anstatt die gemeinsame Verantwortung abzuschieben und darauf zu hoffen, dass in höheren Ebenen "etwas" passiert.