Inklusive Entwicklung bedeutet, dass niemand von der Entwicklung eines Ortes, einer Region oder eines Landes ausgeschlossen wird. Sie baut auf einer "Gesellschaft für alle" auf, in der all Menschen gleichwertig und gleichberechtigt behandelt werden.

 

"Im Artikel 32 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung wird eine Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in Entwicklungsprogramme und -projekte und damit eine inklusive Entwicklungspolitik gefordert (...) Gerade in Entwicklungsländern wird häufig Menschen mit Behinderung die Fähigkeit abgesprochen, sich als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft selbstständig an der Entwicklung des Landes zu beteiligen beziehungsweise zu dieser beizutragen. Sie werden als Empfänger/innen von Wohlfahrtsleistungen angesehen und sind abhängig von ihren Familien. Auf diese Weise werden nicht nur ihr Recht auf Teilnahme und Selbstbestimmung beschnitten, auch ihre eigenen Fähigkeiten bleiben ungenutzt und Zeit und Arbeitskraft ihrer Angehörigen wird für ihre Betreuung verwendet. Dies soll durch Projekte zur inklusiven Entwicklung verändert werden. Ihr Ziel ist es, Barrieren abzubauen, damit Menschen mit Behinderung an allen Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit teilnehmen können. Das gilt besonders für Projekte und Programme aus den Bereichen Bildung, Einkommenssicherung, Gesundheit, Infrastruktur und Menschenrechte. Menschen mit Behinderung soll es ermöglicht werden, selbst ihre Lebenssituation zu verbessern und ihr Einkommen eigenständig zu verdienen. Dadurch werden sie von ihren Mitmenschen eher als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft respektiert" (bezev - Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. 2015).