Im Vorfeld der Wheelday Preisverleihung haben wir die Tanzgruppe "Con Moto and Friends" besucht und sie haben uns verraten wie die Showeinlage für die Preisverleihung am 1. Dezember 2017 aussehen wird. Sechs unterschiedliche Persönlichkeiten mit und ohne Rollstuhl verfolgen ein gemeinsames Hobby, das Tanzen. Mit viel Spaß und Vorfreude konnten sie uns von Beginn an begeistern. 

Wir freuen uns auf die Preisverleihung am 1. Dezember im Amtshaus Josefstadt und sind auf die Tanzeinlage gespannt. 

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Am 23. September waren wir beim Tag des Sports im Wiener Prater. Die Begeisterung für den Sport, für das Miteinander, für Bewegung und Begegnung standen im Fokus der Veranstaltung. Das Wheelday-Team war beim Stand des Österreichischen Behindertensportverband (ÖBSV) dabei und die Mitmach-Station stand ganz im Zeichen des Blindenfußballs.

Mit Hilfe von Augenbinden, dem Geräusch des Balles und den genauen Anweisungen des Coaches bzw. des Tormannes oder der Torfrau konnte Fußball gespielt werden. 

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In der Berufsschule für Handel und Reisen der Stadt Wien fand in der vorletzten Juniwoche die sogenannte "Nachhaltigkeitswoche" statt. Der Schulleiter lud Nico Langmann - österreichischer Rollstuhltennisprofi - ein, um den Schülerinnen und Schülern aus seinem Leben zu erzählen. In seiner sympathischen und lockeren Art erzählte er seine eigene Geschichte, wie es durch einen Autounfall im Alter von 2 Jahren dazu kam, dass er seine Beine nicht mehr bewegen konnte und seither vom Nabel abwärts gelähmt ist. Er erzählte von den vielen Behandlungen, die seine Eltern und er überall auf der Welt versuchten, und von dem Lernprozess, mit der Behinderung zu leben, sie anzunehmen und zu akzeptieren. Er erzählte aus seinem Leben als Schüler, was noch gar nicht lange zurück liegt, und wie er irgendwann beim Tennissport landete, der ihn so sehr begeistern konnte, dass er durch harte Arbeit zum Profi wurde. Die Teilnehmenden waren natürlich neugierig und stellten viele Fragen. Zum Leben als Tennisprofi, die Nico mit Youtube-Videos im Klassenraum sozusagen zum Leben erweckte, als auch sehr persönliche Fragen zum Leben mit Behinderung, die sehr ehrliche Antworten bekamen.

Nico beließ es nicht dabei, die Schülerinnen und Schüler innen sowie Lehrerinnen und Lehrer mit seiner Geschichte zu inspirieren, sondern spannte den Bogen zur Behindertenpolitik, was Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrende bedeutet, wo im Alltag Schwierigkeiten auftreten und dass es noch viele gesetzliche Diskriminierungen gibt, die es zu beseitigen gilt. Als die Schülerinnen und Schüler - viele von ihnen zum ersten Mal - von eugenischer Indikation hörten, also der Möglichkeit, eine Schwangerschaft bis zum Zeitpunkt der Geburt abzubrechen, wenn das Kind wahrscheinlich mit einer Behinderung zur Welt kommen wird, machte sich Entsetzen und Unverständnis auf den Gesichtern breit.

Als Abschluss stellte Katy das neue Kinderbuch "Unsere Welt. Unsere Zukunft" zu den SDGs (Sustainable Development Goals) vor und las eine der Geschichten den neuen Weltzielen vor. Die Geschichte handelte von Rafi aus Afghanistan, der durch eine Tretmine ein Bein verlor - kein seltenes Phänomen in dem Gebiet. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren durch die Geschichte, wie viel schwieriger das Leben mit einer Behinderung in ärmeren Regionen dieser Welt ist und was man als Einzelperson dazu beitragen kann, um das Weltziel der ausreichenden Gesundheitsversorgung für alle Menschen auf der Welt zu erreichen. Einer der Vorschläge aus dem Buch wurde gerade von einer anderen Klasse genutzt, nämlich sich für ein paar Stunden in einen Rollstuhl zu setzen und am eigenen Leib zu erfahren, wie wichtig Barrierefreiheit ist.

Alles in allem haben die Schülerinnen und Schüler viel Neues erfahren, die Neugier war bis zum Ende zu spüren und zwei Stunden verflogen wie im Nichts.

  

Von 09. bis 14. April veranstaltete das IUFE im Rahmen des Projekts "Wheelday" einen Austausch zwischen kroatischen und österreichischen Jugendlichen. Ziel war es, Bewusstsein für Probleme und Herausforderungen zu schaffen, denen Menschen mit Behinderung täglich begegnen, aber auch Berührungsängste abzubauen. Anhand von Selbsterfahrungsübungen und zahlreichen Workshops wurde den jungen Menschen eine neue Sichtweise auf den Begriff "Behinderung" vermittelt. 

 

Am ersten Tag besuchte uns nach einem einführenden Workshop Franz-Joseph Huainigg und ließ sich mit Fragen zuposten, die er detailliert beantwortete um Berührungsängste abzubauen. Am Nachmittag erlebten wir eine Stadttour mit einem besonders auf Rollstuhlführungen spezialisierten Stadtguide.

Der zweite Tag stand am Vormittag im Zeichen von Sprache. Einerseits wurde über die Beziehung zwischen Mensch und Behinderung diskutiert, andererseits versetzte eine Übung die TeilnehmerInnen in die Lage von LegasthenikerInnen, die einen Text lesen und dann Fragen dazu beantworten müssen. Den Nachmittag verbrachten wir im Jüdischen Museum Wien und erhielten mit verbundenen Augen eine besondere Führung zum erfühlen der Ausstellungsstücke. 

An Tag drei überlegten wir und do's und don'ts im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Die Ergebnisse sind in unserem "Little Book of Etiquette" zusammengefasst. Danach erhielten wir einen Crashkurs in Gebärdensprache und eine Teilnehmerin erzählte uns vom Aufwachsen mit gehörlosen Eltern. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf um das Österreichische Parlament zu besichtigen.

Am vierten Tag erhielten wir Besuch von Nico Langmann, dem österreichischen Teilnehmer an den Paralympics im Rollstuhltennis. Er berichtete vom Aufwachsen im Rollstuhl und seine Sichtweise auf die großen und kleinen Hürden im Leben. Den Nachmittag verbrachten wir bei Licht für die Welt und erhielten Einblick in das Engagement der NGO weltweit und besonders in Burkina Faso. Danach lernten wir die Grundlagen der Braille-Schrift kennen. Wir schrieben unsere eigenen Texte und gaben sie unseren Sitznachbarn zum lesen. 

Den Abschluss des Tages bildete unser "Dinner in the Dark". Mit verbundenen Augen wurde uns bewusst, wie sehr sich unser Geschmackssinn von unserem Sehsinn beeinflussen lässt. 

 

 

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